Wie wird Couscous hergestellt?

Couscous ist ein traditionelles nordafrikanisches Gericht und wird aus befeuchtetem Hartzweizengrieß hergestellt, der in die Form von kleinen Kügelchen gerieben wird. Die kleinen Grießkügelchen werden nicht gekocht, sondern lediglich in Wasserdampf oder über einer bereits köchelnden Speise gedämpft.

Couscous wird gerne als Beilage oder auch als Hauptbestandteil in einer Vielzahl verschiedener Gerichte gegessen. Es kann mit unterschiedlichen Gemüsesorten – darunter Tomaten, Möhren, Kürbis und Kichererbsen – zubereitet werden und wird häufig auch mit Geflügel, Rindfleisch, Lammfleisch und Fisch gegessen. Es ist ein äußerst vielseitiges Nahrungsmittel, das auf unterschiedlichste Art und Weise gegessen werden kann.

Traditionelle Couscous Herstellung

Bei der traditionellen Couscous-Herstellung wird der Hartweizengrieß zuerst ausgebreitet und anschließend mit etwas Salzwasser benetzt, wodurch sich bereits kleine, etwa tropfengroße Klümpchen bilden. Oftmals wird auch etwas Mehl hinzugefügt, um die Klümpchenbildung weiter anzuregen. Diese Grießklümpchen werden anschließend mit den Händen zerrieben, wodurch sich kleine Kügelchen bilden, die lediglich einige Millimeter groß sind. Werden die Kügelchen durch das Reiben zu klein, fallen sie bei einem Siebungsprozess durch die Maschen und werden erneut angefeuchtet und nochmals gerieben, bis sämtlicher Grieß aufgebraucht ist.

Für den Fall dass die Körner aneinander kleben, wird zwischendurch trockener Grieß hinzugefügt. Anschließend wird das Couscous unter freiem Himmel in der prallen Sonne getrocknet und wird dadurch für einen längeren Zeitraum lagerfähig. Je nach Herstellungsland wird Couscous manchmal auch noch eingefärbt. In Tunesien verwendet man etwa Kürbisse, um dem Couscous eine orange Farbe zu geben. In Algerien hingegen wird das Couscous mit etwas Safran gelb gefärbt.

Die traditionelle Couscous-Herstellung ist sehr aufwendig und wurde vielerorts durch die industrielle Couscous-Herstellung verdrängt. In einigen Ländern Nordafrikas stellen die Frauen ihr Couscous allerdings noch von Hand her. Wer einmal gerne traditionell hergestelltes Couscous probieren möchte, muss dafür wohl nach Nordafrika reisen oder Freunde aus diesen Ländern haben, die es noch selber herstellen. Natürlich kann man sich auch selber einmal an der Couscous-Herstellung versuchen! Viel einfach ist es jedoch, industriell hergestelltes Couscous im Supermarkt zu kaufen.

Industrielle Couscous-Herstellung

Couscous konnte sich durch algerische Einwanderer bereits frühzeitig in Frankreich etablieren und ist heute in den meisten Ländern Westeuropas erhältlich. Kauft man Couscous im Supermarkt, handelt es sich dabei in der Regel um industriell hergestelltes Couscous. Bei der industriellen Couscous-Herstellung werden die Grießkügelchen in großen Mengen produziert und kommen bereits vorgegart und wieder getrocknet in den Handel. Zur Zubereitung von diesem Couscous muss man es nur noch in etwas kochendes Wasser geben und für etwa 10 Minuten aufquellen lassen.

Der industrielle Herstellungsprozess von Couscous ist sehr energieaufwendig, hat die traditionelle Couscous-Herstellung von Hand jedoch verdrängt, weil das Produkt industriell in vielfach größeren Mengen hergestellt werden kann. Instant-Couscous im Supermarkt kann eventuell mit etwas Natronlauge gebleicht in den Handel kommen. Bei gekennzeichneter Bioware ist dieses Verfahren jedoch nicht erlaubt. Industriell hergestelltes

Instant-Couscous ist heute in vielen Supermärkten zu kaufen und findet sich üblicherweise in der Nudel- und Reisabteilung. Manchmal ist es auch zwischen Backwaren oder im Müsliregal aufgestellt. Die Packung kostet hier etwa 3 Euro. Viele große Supermarkt-Ketten wie Lidl, Penny, Rewe und Edeka haben Instant-Couscous inzwischen im Angebot. Sogar fertiges Tabouleh gibt es inzwischen häufig im Supermarktregal.